Floorball: Mittelmäßiger Auftritt beim deutschen Meister

Foto: Ch. Döge

Die SSF Dragons Bonn haben auswärts beim amtierenden deutschen Meister MFBC Leipzig eine deutliche 3:10-Niederlage einstecken müssen.

Es war ein merkwürdiges Spiel für die Bonner: Die Fans auf den spärlich besetzten Rängen in Leipzig übten sich am Vorabend des zweiten Advents in Ruhe und Besinnlichkeit. Eher hektisch und zerfahren ging es dagegen auf dem Feld her, das erste Drittel glich einem Fehlerfestival. Und so machte Bonn zwar kein gutes Spiel, hielt aber gegen ebenfalls verschlafene Leipziger gut mit. Das überraschende 1:0 durch einen Weitschuss von Florian Weißkirchen weckte den schlummernden Riesen aber auf: Leipzig glich postwendend aus und ging vor der Pause durch ein Bonner Eigentor noch in Führung.

Im Mitteldrittel zeigte der MFBC dann seine spielerische Dominanz. Die Dragons ackerten zwar beherzt, zum Teil aber unclever. Das bestrafte Leipzig brutal: 5:1 stand es nach zwei Dritteln. „Anfangs konnten wir mithalten, was für und spricht. Am Ende konnten wir aber leider nicht unser ganzes Können präsentieren und sind eingebrochen“, zieht Stürmer Kai Willems nach der Partie sein Fazit. Willems aber präsentierte im letzten Drittel durchaus noch einmal seine Qualitäten: Mit einem sauberen Schlagschuss in die lange Ecke vollendete er einen Konter zum 2:5, dann legte er Safak Temel das 3:6 auf. „Natürlich freue ich mich, dass ich endlich mal wieder scoren konnte. Das gibt Selbstvertrauen“, so Willems. Danach allerding war die Luft raus, Leipzig legte noch einmal vier Tore nach.

„Ich war tatsächlich nicht so enttäuscht, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Man muss sagen, dass wir mit dezimiertem Kader angetreten sind und gegen den Deutschen Meister gespielt haben. Lässt man die letzten 6 Minuten weg kann man sogar von einem knappen Floorballspiel reden, darauf lässt sich aufbauen“, macht Willems deutlich.

Johan Gallwitz

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