Die Bonner Siegesserie hält auch in Köln

Foto: M. Dombrowski

Die Rahmenbedingungen für den zweiten Teil der Kölner Wochen waren aus Bonner Sicht alles andere als perfekt. KT Köln rangierte zwar am Tabellenende, allerdings hatte die Erkältungszeit auch vor unserer Ersten nicht Halt gemacht und Krone, Weiss, sowie Interimtrainer Brügge außer Gefecht gesetzt. Auf die Genesung von Schwarz nach seiner Sprunggelenksverletzung muss man eh noch bis ins neue Jahr warten. Die Trainerfrage wurde kurz vor Spielbeginn geklärt, der mit einer Trainerlizenz im Tennissport ausgestattete Anton Krone wurde zum Cheftrainer befördert und erhielt als Assistent den sehr engagierten Stefan Frantzen, dem beim Einschlagen das Knie die Unterstützung versagt hatte.

Das Spiel gestaltete sich direkt im ersten Satz so unangenehm und zäh wie erwartet. KT agierte auf einem ganz anderen Level als noch das athletische Topteam vom FCJ in der Vorwoche und Bonn passte sich dem Niveau an. Ausnahme war der Mittelblock mit Enzensperger und der „Green machine“, sowie die solide Annahmeleistung um Libero Christian Prior. Auch wenn man keine Glanzleistung aufs Feld brachte, gelang es jedoch, Satz 1 und 2 ungefährdet nach Hause zu bringen (25:19; 25:21). Sehenswert waren in dieser Phase des Spiels einige brandgefährliche Aufschläge von Kleinewalter. Ob der Westfale die Bälle schlicht nicht perfekt traf, oder halt ein technisches Genie ist... es scheiden sich die Geister. Jedenfalls gelang ihm eine Art Sprung-Topspin-Float, den KT kaum kontrollieren konnte.

Im dritten Satz schaltete KT in Anwesenheit ihres Damenteams, das später noch spielen sollte, einen Gang hoch. Gleichzeitig verlor Maron auf Außen etwas den Faden und schaffte es nicht mehr, seine beeindruckende Abschlaghöhe (Zitat des Trainers „seine Trikotnummer (1) steht für die Sprunghöhe in Metern“) in Punkte umzuwandeln. Das Trainerteam nutzte die Gelegenheit, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken und wechselte mit dem Routinier Gehm den Sieg (25:22) ein.

Krone und Frantzen können sich damit als erste Trainer in dieser Saison einen Sieg ohne Satzverlust auf die Fahne schreiben.

Martin Dombrowski

Zurück